Thomas SchweigGründer von AMS-Pro - Arbeitsschutzsoftware, modern, flexibel, online Schluss mit unendlichen Excel Listen
Inhaltsverzeichnis
- Was ein Audit wirklich bedeutet
- Mehr als nur Fehler finden
- Die verschiedenen Audit-Arten und ihre Ziele verstehen
- H3: Intern oder extern? Der Blickwinkel macht den Unterschied
- System, Prozess, Compliance: Was genau wird geprüft?
- Überblick der wichtigsten Audit-Arten
- Der Auditprozess Schritt für Schritt nachvollzogen
- Phase 1: Die sorgfältige Planung
- Phase 2: Die professionelle Durchführung
- Phase 3: Der aussagekräftige Auditbericht
- Phase 4: Die konsequente Maßnahmenverfolgung
- Worauf Auditoren wirklich achten: Kriterien und typische Schwachstellen
- Die Messlatte: An diesen Standards wird Ihr Unternehmen gemessen
- Die üblichen Verdächtigen: Die häufigsten Mängel aus der Praxis
- So machen Sie Ihr Unternehmen fit für jedes Audit
- Bringen Sie Ordnung in Ihre Dokumente
- Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter mit ins Boot
- Der digitale Vorteil: So hilft eine Arbeitsschutzsoftware
- Die Zukunft des Audits gestalten mit digitalen Werkzeugen
- Vom Dokumentieren zum proaktiven Steuern
- Fragen aus der Praxis: Kurze Antworten zu Audits
- Wie lange dauert ein typisches Audit?
- Was ist der Unterschied zwischen einer Feststellung und einer Abweichung?

Do not index
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Wenn man von einem Audit spricht, meint man im Grunde eine systematische und unabhängige Untersuchung. Dabei wird geprüft, ob bestimmte Prozesse, Produkte oder ganze Systeme die Anforderungen erfüllen, die an sie gestellt werden. Man kann es sich wie eine gut geplante Bestandsaufnahme vorstellen, die nicht nur Schwachstellen aufdeckt, sondern vor allem auch zeigt, wo es Potenzial für Verbesserungen gibt.
Was ein Audit wirklich bedeutet

Das Wort „Audit“ löst bei vielen erst einmal ein mulmiges Gefühl aus. Oft wird es direkt mit Kontrolle, Kritik und Fehlersuche gleichgesetzt. Diese Sichtweise greift aber viel zu kurz. In Wahrheit ist ein Audit ein wertvolles strategisches Werkzeug, das ein Unternehmen voranbringt. Es ist ein konstruktiver Dialog, der eine Brücke schlägt – zwischen dem, wie die Dinge sein sollten (dem Soll-Zustand), und dem, wie sie in der Praxis tatsächlich laufen (dem Ist-Zustand).
Stellen Sie sich Ihr Unternehmen wie ein komplexes Uhrwerk vor. Jedes einzelne Zahnrad – also jeder Prozess, jede Abteilung, jede Aufgabe – muss perfekt in das Nächste greifen, damit die Uhr am Ende die richtige Zeit anzeigt. Das Audit ist dann quasi der Uhrmacher, der das gesamte System sorgfältig durchgeht und sicherstellt, dass alles reibungslos funktioniert.
Mehr als nur Fehler finden
Beim Audit geht es nicht darum, einen Schuldigen zu finden. Das oberste Ziel ist eine objektive Bewertung der Abläufe, um ganz gezielt Antworten auf zentrale Fragen zu erhalten:
- Effektivität: Führen unsere Prozesse auch wirklich zu den Ergebnissen, die wir uns vorgenommen haben?
- Effizienz: Nutzen wir unsere Zeit, unser Geld und unsere Mitarbeiter bestmöglich?
- Konformität: Halten wir alle relevanten Gesetze, Normen und auch unsere eigenen internen Regeln ein?
- Risikomanagement: Kennen wir unsere Risiken und haben wir passende Maßnahmen ergriffen, um sie im Griff zu haben?
Ein gut gemachtes Audit liefert Einblicke, die weit über das reine Abhaken von Vorschriften hinausgehen. Ein gutes Beispiel aus einer anderen Branche ist eine SEO-Audit-Agentur. Sie durchleuchtet eine Website bis ins kleinste Detail, um die Leistung zu bewerten und ganz konkrete Vorschläge zur Optimierung zu machen. Ein internes oder externes Audit macht im Prinzip dasselbe, nur eben für Unternehmensprozesse.
Letztendlich schafft jedes Audit Vertrauen. Vertrauen bei Kunden, Geschäftspartnern, Behörden und nicht zuletzt bei den eigenen Mitarbeitern. Es ist der Beweis dafür, dass ein Unternehmen seine Verantwortung ernst nimmt und aktiv daran arbeitet, jeden Tag ein bisschen besser zu werden.
Die verschiedenen Audit-Arten und ihre Ziele verstehen

Wer das Wort „Audit“ hört, denkt oft an eine strenge Prüfung von außen. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. In der Praxis gibt es eine ganze Reihe unterschiedlicher Audit-Typen, die alle einem spezifischen Zweck dienen – ähnlich wie ein Arzt je nach Symptom unterschiedliche Diagnosewerkzeuge einsetzt.
Um zu verstehen, was Audits sind, muss man also immer fragen: Wer prüft hier eigentlich wen und warum? Die Antwort auf diese Frage führt uns direkt zur grundlegendsten Unterscheidung.
H3: Intern oder extern? Der Blickwinkel macht den Unterschied
Die erste Weiche stellt sich aus der Perspektive des Auditors. Kommt der Prüfer aus dem eigenen Haus oder von außerhalb?
Interne Audits, auch 1st-Party-Audits genannt, sind im Grunde eine Selbstinspektion. Hier nimmt das Unternehmen seine eigenen Prozesse und Systeme unter die Lupe. Eigens geschulte Mitarbeiter oder ein internes Auditteam prüfen, ob die selbst gesetzten Regeln eingehalten werden und wo es noch Luft nach oben gibt. Das Hauptziel ist hier ganz klar die kontinuierliche Verbesserung und oft auch die gezielte Vorbereitung auf eine externe Prüfung.
Ganz anders sieht es bei externen Audits aus. Wie der Name schon sagt, werden diese von Personen außerhalb des Unternehmens durchgeführt. Man unterscheidet hier noch einmal zwei Varianten:
- 2nd-Party-Audits (Lieferantenaudits): Stellen Sie sich vor, Sie möchten einen neuen, wichtigen Zulieferer beauftragen. Bevor Sie sich vertraglich binden, wollen Sie sichergehen, dass er Ihre Qualitäts- und Sicherheitsstandards auch wirklich einhält. Genau das passiert hier: Ein Kunde prüft seinen (potenziellen) Lieferanten.
- 3rd-Party-Audits (Zertifizierungsaudits): Das ist der Klassiker. Eine komplett unabhängige und neutrale Stelle, wie der TÜV oder die DEKRA, kommt ins Haus. Ziel ist es meist, ein offizielles Zertifikat zu erlangen, beispielsweise nach einer ISO-Norm. Dieses Zertifikat dient als objektiver Nachweis gegenüber Kunden und dem Markt, dass man bestimmte Standards erfüllt.
System, Prozess, Compliance: Was genau wird geprüft?
Neben der Frage „Wer prüft?“ ist die Frage „Was wird geprüft?“ ebenso entscheidend. Hier lässt sich die Welt der Audits in drei gängige Bereiche aufteilen, die in der Praxis oft Hand in Hand gehen.
Ein Systemaudit nimmt das große Ganze in den Blick. Es prüft, ob ein komplettes Managementsystem – zum Beispiel für Arbeitssicherheit nach ISO 45001 – nicht nur auf dem Papier existiert, sondern im gesamten Unternehmen auch wirklich gelebt wird und die Anforderungen der Norm erfüllt.
Das Prozessaudit zoomt eine Ebene tiefer. Hier wird ein ganz bestimmter Arbeitsablauf auf Herz und Nieren geprüft. Ein gutes Beispiel ist die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung. Das Audit stellt sicher, dass dieser Prozess effizient, sicher und zielgerichtet abläuft. Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, was eine Gefährdungsbeurteilung eigentlich ist, finden Sie alle Details in unserem Blogartikel.
Schließlich gibt es noch das Compliance-Audit, auch Konformitätsaudit genannt. Hier geht es knallhart um die Einhaltung von Gesetzen, Vorschriften und behördlichen Auflagen. Im Fokus steht die Rechtssicherheit des Unternehmens – werden alle relevanten Regeln, von der DGUV-Vorschrift bis zum Datenschutz, korrekt umgesetzt?
Überblick der wichtigsten Audit-Arten
Um die Unterschiede auf einen Blick zu erfassen, haben wir die wichtigsten Merkmale in einer Tabelle für Sie zusammengefasst. Diese Übersicht hilft Ihnen, die verschiedenen Audit-Typen schnell einzuordnen und ihren jeweiligen Zweck zu verstehen.
Merkmal | Internes Audit (1st Party) | Externes Audit (2nd/3rd Party) | Compliance-Audit |
Prüfer | Eigene Mitarbeiter oder beauftragte Dienstleister | Kunden oder unabhängige Zertifizierer | Oft externe Spezialisten oder Behörden |
Hauptziel | Interne Verbesserung, Prozessoptimierung | Nachweis der Konformität, Lieferantenqualifizierung | Sicherstellung der Rechtskonformität, Risikominimierung |
Beispiel | Ein Sicherheitsbeauftragter prüft die Umsetzung der Brandschutzordnung. | Ein Kunde überprüft die Produktionsstandards seines Zulieferers. | Ein Auditor prüft die Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). |
Wie Sie sehen, hat jeder Audittyp seine eigene Daseinsberechtigung und verfolgt ein klares Ziel. Sie bauen oft aufeinander auf und ergeben zusammen ein umfassendes Bild der Leistungsfähigkeit und Regelkonformität eines Unternehmens.
Der Auditprozess Schritt für Schritt nachvollzogen

Ein erfolgreiches Audit fällt nicht vom Himmel – es ist das Ergebnis eines klaren, strukturierten Prozesses. Man kann es sich wie den Fahrplan für eine Reise vorstellen: Jede Etappe ist logisch durchdacht und entscheidend dafür, dass man am Ende auch wirklich am gewünschten Ziel ankommt. Dieser rote Faden schafft Transparenz, Effizienz und gibt allen Beteiligten die nötige Orientierung.
Im Grunde lässt sich der gesamte Prozess in vier zentrale Phasen zerlegen. Jede Einzelne hat ihre ganz eigene Rolle und ist unerlässlich, damit ein Audit seinen Zweck erfüllt: wertvolle Impulse für die kontinuierliche Verbesserung zu liefern.
Phase 1: Die sorgfältige Planung
Alles steht und fällt mit der Vorbereitung. In dieser ersten entscheidenden Phase werden die Weichen für den gesamten Auditverlauf gestellt. Es geht darum, das Fundament zu gießen und die Leitplanken zu setzen, damit die Prüfung zielgerichtet und ohne unnötige Reibungsverluste ablaufen kann.
Die wichtigsten Punkte auf der Checkliste sind hier:
- Audit-Ziele definieren: Was genau wollen wir mit diesem Audit erreichen? Bereiten wir uns auf eine ISO-Zertifizierung vor, überprüfen wir einen kritischen Lieferanten oder wollen wir einfach unsere internen Abläufe auf den Prüfstand stellen?
- Geltungsbereich (Scope) festlegen: Welche Abteilungen, Prozesse oder Standorte nehmen wir unter die Lupe? Eine klare Abgrenzung ist das A und O, um Missverständnisse zu vermeiden und den Fokus zu wahren.
- Auditorenteam zusammenstellen: Wer führt das Audit durch? Die ausgewählten Auditoren müssen nicht nur die nötige Fachkompetenz, sondern auch eine objektive, unabhängige Perspektive mitbringen.
- Auditplan erstellen: Das ist der konkrete Zeit- und Ablaufplan. Er legt fest, wann welche Bereiche geprüft und welche Personen interviewt werden.
Diese Planungsphase ist die Basis für alles, was folgt. Wer hier schludert, riskiert ein ineffizientes Audit, dessen Ergebnisse am Ende kaum Aussagekraft haben.
Phase 2: Die professionelle Durchführung
Jetzt geht es in die Praxis. Das ist die Phase, die die meisten Menschen mit dem Wort „Audit“ verbinden. Der Auditor arbeitet vor Ort seinen Plan systematisch ab und sammelt Belege, um den Ist-Zustand objektiv bewerten zu können.
Dafür nutzt er verschiedene Methoden, um sich ein umfassendes Bild zu machen. Er führt Interviews mit Mitarbeitern, um ihr Prozessverständnis zu prüfen, sichtet Dokumente wie Arbeitsanweisungen oder Prüfprotokolle und beobachtet bei einer Begehung die Arbeitsabläufe direkt in Aktion.
Phase 3: Der aussagekräftige Auditbericht
Nach getaner Arbeit werden alle gesammelten Informationen und Nachweise sorgfältig analysiert. Das Ergebnis dieser Auswertung mündet in den Auditbericht – ein zentrales Dokument, das alle Erkenntnisse transparent und für jeden nachvollziehbar zusammenfasst.
Ein wirklich guter Bericht listet aber nicht nur Abweichungen auf. Er hebt auch positive Aspekte hervor und gibt ganz konkrete Anregungen für Verbesserungspotenziale. Er ist die Brücke zur nächsten, alles entscheidenden Phase.
Phase 4: Die konsequente Maßnahmenverfolgung
Das Wichtigste passiert erst, nachdem der Auditor wieder weg ist. Ein Bericht allein verändert nämlich gar nichts – entscheidend ist, was aus den Feststellungen gemacht wird. Jetzt werden für jede Abweichung klare Korrekturmaßnahmen definiert, Verantwortlichkeiten zugewiesen und realistische Fristen gesetzt.
Genau hier spielen digitale Werkzeuge wie AMS-Pro ihre Stärken voll aus. Sie ermöglichen eine zentrale Dokumentation aller Feststellungen und eine lückenlose Nachverfolgung der umgesetzten Maßnahmen. Automatische Erinnerungen sorgen dafür, dass keine Frist untergeht, und die anschließende Wirksamkeitsprüfung wird systematisch unterstützt. So wird aus einer einmaligen Prüfung ein echter Motor für nachhaltige Verbesserungen im Unternehmen.
Worauf Auditoren wirklich achten: Kriterien und typische Schwachstellen
Um zu verstehen, was bei einem Audit auf Sie zukommt, müssen Sie wissen, mit welcher Brille ein Auditor Ihr Unternehmen betrachtet. Ein Auditor kommt nämlich nicht mit einer vagen Meinung, sondern mit einer ganz klaren Checkliste und festen Maßstäben. An diesen Kriterien hängt die gesamte Prüfung.
Die Grundlage für jedes Audit ist immer ein Regelwerk – egal, ob es sich um externe Vorgaben oder Ihre eigenen internen Richtlinien handelt. Ein Auditor prüft also nicht, ob ihm ein Prozess gefällt, sondern ob er den definierten Anforderungen standhält.
Die Messlatte: An diesen Standards wird Ihr Unternehmen gemessen
Die Kriterien, die ein Auditor anlegt, fallen in der Regel in drei große Kategorien. Je nach Ziel des Audits schaut er sich eine davon oder eine Kombination aus allen dreien an.
- Normative Anforderungen: Das ist der Klassiker, besonders wenn es um Zertifizierungen geht. Hier wird geprüft, ob Ihr Unternehmen die Vorgaben internationaler oder nationaler Normen wie der ISO 45001 (Arbeitsschutzmanagement) oder der ISO 9001 (Qualitätsmanagement) erfüllt.
- Gesetzliche und behördliche Vorgaben: Hier steht ganz klar die Compliance im Mittelpunkt. Der Auditor gleicht die Abläufe in Ihrem Betrieb mit dem geltenden Recht ab – zum Beispiel mit den Vorschriften der DGUV, dem Arbeitsschutzgesetz oder spezifischen Umweltauflagen.
- Unternehmensinterne Richtlinien: Ja, auch Ihre eigenen Regeln sind prüfungsrelevant! Dazu gehören Arbeitsanweisungen, Prozessbeschreibungen oder spezielle Kundenanforderungen, zu denen Sie sich vertraglich verpflichtet haben.
Ein ganz praktisches Beispiel, das oft geprüft wird, ist die Einhaltung von Vorgaben im Bereich Softwarelizenz-Compliance und Lizenzmanagement.
Die üblichen Verdächtigen: Die häufigsten Mängel aus der Praxis
Auch wenn jedes Unternehmen anders ist, stolpern Auditoren in der Praxis immer wieder über dieselben Schwachstellen. Das liegt selten an bösem Willen, sondern viel häufiger an unklaren Prozessen, mangelnder Übersicht und lückenhafter Dokumentation.
Hier sind die Top 5 der Mängel, die Auditoren am häufigsten notieren:
- Unvollständige oder veraltete Dokumentation: Man findet Gefährdungsbeurteilungen, die nicht mehr aktuell sind, es fehlen Betriebsanweisungen oder – noch schlimmer – es kursieren mehrere, widersprüchliche Versionen eines Dokuments.
- Fehlende Nachweise für Unterweisungen: Mitarbeiter können nicht belegen, dass sie die nötigen Sicherheitsschulungen erhalten haben. Entweder sind die Unterschriftenlisten unauffindbar oder die Schulungsinhalte wurden gar nicht erst dokumentiert.
- Überzogene Prüffristen: Gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen von Arbeitsmitteln, Anlagen oder Feuerlöschern werden schlichtweg vergessen, weil ein systematisches Fristenmanagement fehlt.
- Mangelhafte Maßnahmenverfolgung: Mängel aus früheren Begehungen wurden zwar erkannt, aber die Umsetzung der Korrekturmaßnahmen wurde nie konsequent nachverfolgt und auf ihre Wirksamkeit geprüft. Ein klassischer Fall von „aus den Augen, aus dem Sinn“.
- Unsachgemäße Lagerung von Materialien: Besonders bei Chemikalien oder Gefahrstoffen werden die spezifischen Vorschriften nicht eingehalten. Mehr zur korrekten Lagerung von Gefahrstoffen erfahren Sie in unserem Artikel.
Genau hier zeigt sich, wie eine Software wie AMS-Pro präventiv wirken kann. Durch die zentrale, digitale Verwaltung von Dokumenten, automatische Erinnerungen an Prüffristen und eine lückenlose Nachverfolgung von Maßnahmen schließt man diese klassischen Fehlerquellen systematisch aus. So entsteht eine revisionssichere Datenbasis, die jederzeit auf Knopfdruck verfügbar ist.
Diese systematische Absicherung wird immer wichtiger. Eine Umfrage unter 570 Führungskräften ergab, dass 94 Prozent die Bekämpfung von Cyberkriminalität als hochrelevant bewerten. Und 78 Prozent planen in den nächsten drei Jahren verstärkt in Cybersicherheit zu investieren, was zeigt, dass Audits und Compliance als zentrale Prioritäten in deutschen Unternehmen gelten.
So machen Sie Ihr Unternehmen fit für jedes Audit

Ein Audit steht vor der Tür? Das muss kein Grund für schlaflose Nächte sein. Im Gegenteil: Mit der richtigen Herangehensweise wird die Prüfung zu einer echten Chance, die eigenen Abläufe zu festigen und noch besser zu werden. Der Schlüssel dazu ist eine kluge und systematische Vorbereitung, die lange vor dem eigentlichen Termin beginnt.
Wer gut vorbereitet ist, sorgt für Klarheit und hat alle wichtigen Informationen sofort zur Hand. Es geht darum, nicht erst unter Druck hektisch nach Dokumenten zu suchen, sondern souverän jeden Nachweis auf Knopfdruck vorlegen zu können. Das senkt nicht nur den Stresspegel im gesamten Team, sondern hinterlässt beim Auditor von Anfang an einen hochprofessionellen Eindruck.
Bringen Sie Ordnung in Ihre Dokumente
Der allererste und wichtigste Schritt ist, Ihre Unterlagen zu bündeln und zu strukturieren. Auditoren wollen Beweise sehen – für absolvierte Schulungen, für geprüfte Maschinen, für aktuelle Gefährdungsbeurteilungen. Wenn diese Nachweise dezentral in unzähligen Ordnern und auf verschiedenen Laufwerken verstreut sind, ist das eine der häufigsten Fehlerquellen überhaupt.
Eine zentrale, digitale Plattform ist hier längst kein Luxus mehr, sondern eine Notwendigkeit. An diesem Ort sollten alle relevanten Dokumente revisionssicher abgelegt und klar versioniert sein. Dazu gehören zum Beispiel:
- Gefährdungsbeurteilungen und die daraus abgeleiteten Schutzmaßnahmen
- Nachweise über Mitarbeiterunterweisungen und Qualifikationen
- Prüfprotokolle für sämtliche Arbeitsmittel und Anlagen
- Betriebsanweisungen für Maschinen und den Umgang mit Gefahrstoffen
Falls Sie bei diesem Thema noch tiefer einsteigen wollen, erklärt unser Artikel, was eine Betriebsanweisung genau ist und warum sie so wichtig ist.
Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter mit ins Boot
Ein Audit ist niemals eine Ein-Mann-Show der Fachkraft für Arbeitssicherheit oder des Managements. Es betrifft jeden Mitarbeiter, dessen Arbeitsbereich und Prozesse unter die Lupe genommen werden. Eine offene und vor allem frühzeitige Kommunikation ist hier das A und O, um Unsicherheiten zu nehmen und das Team für die Prüfung zu gewinnen.
Klären Sie auf, was der Zweck und der genaue Ablauf des Audits sind. Machen Sie klar, dass es nicht darum geht, einzelne Personen zu kontrollieren, sondern gemeinsam die Prozesse zu verbessern. Mitarbeiter, die gut informiert sind, können dem Auditor kompetent Rede und Antwort stehen und tragen so entscheidend zu einem positiven Ergebnis bei.
Der digitale Vorteil: So hilft eine Arbeitsschutzsoftware
Moderne Arbeitsschutzsoftware wie AMS-Pro ist Ihr entscheidender Vorteil für eine stressfreie Auditvorbereitung. Anstatt manuell Listen zu führen und in Aktenordnern zu wühlen, liefert Ihnen das System alle geforderten Nachweise mit wenigen Klicks. Sie können lückenlos belegen, wer wann worin unterwiesen wurde oder wann die nächste Prüfung für den Feuerlöscher ansteht.
Diese systematische Dokumentation ist nicht nur eine Frage der Effizienz, sondern oft auch eine gesetzliche Verpflichtung. Ein gutes Beispiel sind die KRITIS-Audits in Deutschland. Hier müssen Betreiber kritischer Infrastrukturen alle zwei Jahre umfangreiche Nachweise beim BSI einreichen. Eine revisionssichere Nachverfolgung, wie AMS-Pro sie bietet, ist dabei unverzichtbar. So reduzieren Sie nicht nur den Aufwand für die Vorbereitung drastisch, sondern minimieren gleichzeitig Ihr Haftungsrisiko.
Die Zukunft des Audits gestalten mit digitalen Werkzeugen
Das klassische Audit mit Klemmbrett und Papierstapel hat langsam ausgedient. Wir stehen mitten in einem Wandel: Die Zukunft des Audits ist digital, datengestützt und vor allem vorausschauend. Moderne Werkzeuge verändern von Grund auf, wie wir Prüfungen durchführen, und machen den gesamten Prozess effizienter, transparenter und letztlich auch wertvoller.
Dieser Wandel ist mehr als nur die Digitalisierung alter Checklisten. Es geht darum, das Audit von einer reaktiven Pflichtübung zu einem proaktiven Werkzeug zu machen, das die Unternehmenssteuerung aktiv unterstützt.
Vom Dokumentieren zum proaktiven Steuern
Moderne Softwarelösungen eröffnen hier völlig neue Wege. Anstatt sich auf stichprobenartige Momentaufnahmen zu verlassen, können Auditoren heute auf eine lückenlose, zentralisierte Datenbasis zugreifen. Mit mobilen Anwendungen lassen sich Feststellungen direkt vor Ort erfassen, inklusive Fotos und Notizen – das verbessert die Nachvollziehbarkeit ungemein.
Cloud-basierte Systeme wie AMS-Pro schaffen dabei eine direkte Verbindung zwischen allen Beteiligten. Das Hin und Her zwischen dem Auditor und dem auditierten Bereich wird so deutlich einfacher und schneller.
Der größte Sprung nach vorn liegt aber in der Analyse. Digitale Systeme können Trends und wiederkehrende Muster in den Auditdaten aufdecken, die bei einer manuellen Auswertung schlicht unsichtbar blieben. So lassen sich potenzielle Schwachstellen erkennen, bevor sie zu handfesten Problemen werden.
Der Markt bestätigt diese Entwicklung eindrucksvoll. Experten schätzen, dass der globale Markt für Audit-Software von 3,1 Milliarden US-Dollar auf 9,7 Milliarden US-Dollar bis 2034 anwachsen wird. Cloud-Lösungen sind dabei schon heute der dominierende Faktor. Insbesondere in Deutschland sehen wir eine stark steigende Nachfrage nach automatisierten Compliance-Lösungen, was die strategische Bedeutung dieser Werkzeuge nur noch unterstreicht. Mehr zur Marktentwicklung bei Audit-Software finden Sie auf gminsights.com.
Am Ende des Tages führen diese digitalen Helfer nicht nur zu qualitativ besseren Auditergebnissen, sondern auch zu weniger Verwaltungsaufwand. Sie helfen dabei, eine echte Kultur der kontinuierlichen Verbesserung im gesamten Unternehmen zu verankern.
Fragen aus der Praxis: Kurze Antworten zu Audits
Zum Abschluss wollen wir noch ein paar Fragen klären, die uns in der Praxis immer wieder begegnen. Betrachten Sie diesen Abschnitt als kleinen Spickzettel, der die wichtigsten Punkte auf den Punkt bringt und letzte Unsicherheiten aus dem Weg räumt.
Wie lange dauert ein typisches Audit?
Das ist eine der häufigsten Fragen – und die Antwort lautet klassisch: Es kommt darauf an. Die Dauer eines Audits hängt ganz entscheidend von der Größe Ihres Unternehmens, dem festgelegten Geltungsbereich (dem „Scope“) und der Komplexität Ihrer Prozesse ab.
Ein kleines, internes Prozessaudit lässt sich oft an einem einzigen Tag erledigen. Eine umfassende Zertifizierung nach einer ISO-Norm hingegen kann sich gut und gerne über mehrere Tage erstrecken.
Was ist der Unterschied zwischen einer Feststellung und einer Abweichung?
Hier müssen wir genau hinschauen, denn die Begriffe sind zwar verwandt, bedeuten aber nicht dasselbe. Eine Abweichung ist handfest – sie liegt vor, wenn eine klare Anforderung aus einer Norm, einem Gesetz oder einer internen Richtlinie nachweislich nicht erfüllt wird. Das ist ein klarer Mangel.
Eine Feststellung, oft auch als Verbesserungspotenzial bezeichnet, ist eher ein freundlicher Hinweis vom Auditor. Er hat eine mögliche Schwachstelle entdeckt, die man optimieren könnte, die aber noch keinen direkten Verstoß gegen eine Regel darstellt.
Müssen Sie also jede Empfehlung eines Auditors umsetzen? Nein, eine Pflicht besteht nicht. Aber bei handfesten Abweichungen sind Sie in der Verantwortung, zu handeln und die Konformität wieder sicherzustellen. Sehen Sie Empfehlungen als das, was sie sind: wertvolle Tipps von einem Experten, die Ihre Prozesse besser machen können.
Möchten Sie Ihre Audits effizienter gestalten und jederzeit auditsicher sein? Entdecken Sie, wie AMS-Pro Sie mit digitaler Dokumentation, Maßnahmenverfolgung und automatischen Erinnerungen unterstützt. Erfahren Sie mehr unter https://ams-pro.de.
Geschrieben von

Thomas Schweig
Gründer von AMS-Pro - Arbeitsschutzsoftware, modern, flexibel, online Schluss mit unendlichen Excel Listen